Ribatejo

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Weinroute Ribatejo

Webseite: http://www.rotavinhostejo.com - sehr schön gestaltete Webseite mit Hinweisen für Weinkeller, Weingüter, Unterkünfte, Stierzucht und Stierkampf und Sehenswürdigkeiten. Leider ist die Seite nur in portugiesisch verfügbar. Vielleicht kommt mal irgendwann ein Englisch-oder Deutschbutton dazu. Ribatejo bedeutet soviel wie 'Ufer des Tejo'. In den weiten Ebenen des Ribatejo gedeihen einige der besten portugiesischen Weinreben. Der Weinweg führt an den Ortschaften des Flusses Tejo entlang. Zahlreiche typisch portugiesische Weingüter in Orten wie Benfica do Ribatejo, Póvoa de Santarém, Almeirim, Muge, Azambuja, Cartaxo und Alpiarça bieten in rustikalen, teils sehr alten Weinkellern ihre preisgekrönten Produkte zur Verkostung und zum Verkauf an.

Stierzucht - Stierkampftradition - Stierkampf Ribatejo

In den weiten Ebenen der Ribatejo-Region werden traditionsgemäß die Stiere und Pferde für den Stierkampf in Portugal gezüchtet. Der Stierkampf beherrscht traditionell das Leben und die Kultur dieser Region. Reichhaltige Flora und Fauna bringen Leben und Farbe in das Naturschutzgebiet der Tejo-Flussmündung. So wie auch in der benachbarten Region des Alentejo, wachsen hier mächtige Korkeichen und Feigen-und Olivenbäume in einer von weiten Weideflächen und Weinanbauflächen durchzogenen lieblichen Landschaft.

Stierkampfarena
(c) aficionadosdamoita06

Gleichzeitig ist es Tradition, die Stiere frei durch die Stadt rennen zu lassen, wobei die Mutigsten sich ihnen in den Weg stellen und dann in letzter Sekunde zur Seite springen.

Der portugiesische Stil des » Stierkampfes unterscheidet sich in vielerlei Hinsicht vom spanischen oder französischen Stierkampf. Der erste Teil eines portugiesischen Stierkampfes wird der "Cavaleiro" genannt. Dabei werden von einem Reiter vom Pferd aus dem Stier Pfeile mit Widerhaken (bandarilhas) im Schulterbereich gesetzt. Diese Reiter stammen traditionell aus aristokratischen Familien.
Stierkampf
Im zweiten Teil, der Pega, tritt eine Gruppe von acht Männern, die sogenannten "Forcados" ohne Waffe oder Verteidigungsmittel direkt gegen den Stier an. Sie stellen sich in einer Reihe hintereinander gegenüber dem Stier auf und der vorderste Mann reizt den Stier mit Rufen und provozierenden Bewegungen. Er springt dann dem anstürmenden Stier auf den Kopf, genannt "pega de cara" (im Gesicht fangen), um ihn sinngemäß "bei den Hörnern" zu packen. Genau genommen, hält er sich aber am Hals des Tieres fest. Sechs andere "Forcados" der Gruppe packen den stürmenden Stier ebenfalls am Kopf und ein weiterer am Schwanz, um ihn zum Stehen zu bringen. Obwohl bei dieser Art des Stierkampfes die Hörner des Stieres oft abgeschliffen oder gepolstert werden, kommt es mitunter zu schweren Verletzungen. Die "Forcados" stammen aus den unteren Gesellschaftsschichten und treten häufig als Amateure auf. Der Stier wird nach dem Stierkampf, je nach Verletzungsgrad, entweder am Leben gelassen und zur Zucht benutzt oder von einem professionellen Fleischer außerhalb der Arena getötet und zerlegt. Niemals wird er, wie in Spanien direkt in der Arena getötet. Für viele Menschen stellt der Stierkampf eine unnötige, grausame und archaische Tierquälerei dar. Für andere wird der Kampf nicht als Tierquälerei, sondern als eine in sich geschlossene traditionelle Kunstform ausgelegt.


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Kleiner und großer "Campino"

Die Pferde und Stiere, traditionelle Symbole vom Ribatejo wurden und werden von den sogenannten "Campinos" beaufsichtigt. Sie sind Züchter und Hüter und begleiten ihre Stiere jahrelang, praktisch bis zur Arena, wo der Stierkampf stattfindet. In den vergangenen Jahrhunderten lebten sie in einem Nomadenleben gemeinsam mit den Stieren auf den weiten Ebenen des Ribatejo. Die Tracht besteht aus einer enganliegenden dunkelblauen Kniehose mit silbernen Knöpfen an der Seite, weißen gehäkelten Strümpfen, roter kurzer Weste, einem Hemd aus weißer Baumwolle, im Brustbereich mit Falten oder Rüschen verziert und einem Barett, einer grünen Wollmütze mit rotem Bündchen und grünem Zipfel und einer Schärpe aus rotem Wollstoff. Die Schuhe sind aus schwarzem Leder gefertigt. Sie werden unter einer Lasche geschnürt. Auf einem überstehenden Absatz liegen die Sporen auf. Am Revers wird das Wappen des Gutes getragen, welchem der "Campino" angehört.

Ihr Tanz wird "fadango" genannt. Dieser Tanz stellte ursprünglich einen Wettkampf zweier Männer dar, die um die Gunst einer Frau kämpfen. Die getanzten Variationen sind der "Fandango Clássico", welcher aus verschiedenen Schrittkombinationen besteht, der "Fandango do Pau" (Stocktanz) und der "Fandango do Bairro". Begleitet werden die Fadango-Tänzer vom Akkordeon und der "Bilha", einem hohen Krug mit Schlagklöppel, der wenn nicht als Musikinstrument, als Maßeinheit für Olivenöl dient und der "Cana", einem aus getrockneten Bambusrohr gefertigten Taktgeber, sowie einer Triangel.


Fado Portugal

Burgen Tempelritter im Ribatejo

In der Region des Ribatejo befinden sich zahlreiche Burgen, Herrenhäuser und prunkvolle Kirchen mit jahrhundertalter Geschichte. Wer sich für alte geschichtsträchtige Gemäuer interessiert, die zu einer Zeit gebaut wurden, als Portugal neben Spanien noch als Seemacht die Welt beherrschte, kommt auf dieser Burgen-Route voll auf seine Kosten.

Typische Gerichte im Ribatejo

Die Besonderheiten der Region erstrecken sich nicht nur auf Landschaft und historische Bauten. Der Tejo hat auch Einfluss auf die regionalen Spezialitäten in der Küche, so wie Maifisch und Aal, die als kulinarische Besonderheiten der Region gelten. Auch die Süßspeisen aus Klöstern sind weit verbreitet.

Rezept Milchreis aus dem Ribatejo:
250g Reis, 250g Zucker, 4 Glas Milch, 1 Eigelb, 1 El Portwein, 1 EL Butter, Zitronenschale und Apfelsinenschale, Prise Salz, Zimt
Das Eigelb zusammen mit etwas Zucker schlagen und den Portwein dazugeben. Den Reis mit der Zitronen-und Apfelsinenschale, Butter und Salz in Milch 5 Minuten kochen lassen. Den Zucker dazugeben und alles noch weiter köcheln lassen. Den Topf vom Herd nehmen und das geschlagene Eigelb in den Reis rühren. Dann gebe den Reis in kleine Schalen, besteue mit Zimt und serviere ihn kalt.



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