Portugal Tomar

Tomar

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Tomar Stadt der Tempelritter




Tomar wird in Portugal seit Beginn des portugiesischen Königreiches vor fast 1000 Jahren als "Heilige" Stadt bezeichnet. Die über mehrere Jahrhunderte vom 12. bis 17. Jahrhundert errichtete Burg vereint mit dem Kloster "Convento da Ordem de Cristo" wurde von der UNESCO zum Weltkulturerbe ernannt.

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    Kloster Tomar
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Christusritterburg - Convento da Ordem de Cristo

Christusritterburg Tomar Christusritterburg Tomar
Begonnen wurde der imposante Bau von den Tempelrittern zum Schutz der Pilger im Heiligen Land und ging nach Auflösung des Tempelordens durch Papst Clemens V. an den vom portugiesische König Dinis gegründeten Christusorden über. Das Vorgehen gegen den Tempelorden war wohl der "skandalöseste Justizmord" den es je gab. In der Christusritterburg von Tomar kann man die die glorreiche Geschichte des Tempelordens, seine militärischen, ökonomischen und religösen Aufgaben kennenlernen. Es entstand auf diese Weise ein "national-portugiesischer" Orden, der sämtliche Güter des Tempelordens übernahm. Die Karavellen der Entdeckerkapitäne wie Vasco da Gama, Bartolomeu Dias und Pedro Álvares Cabal, die im Auftrag von Krone, Kreuz und Kapital in einem Jahrhundert drei Kontinente eroberten, segelten allesamt unter dem roten Kreuz der Christusritter. Architektonisch präsentiert sich der "Convento da Ordem de Cristo" im manuelinischen Stil. Eine Besonderheit und unbedingt sehenswert ist das manuelinische Portal, 1515 erbaut von Joao Castilho. Das berühmte "Manuelinische Fenster" befindet sich an der Kreuzritterkirche. Der Christuskonvent ist das größte Kloster Portugals. Den Kern der Anlage bildet ein gewaltiger sechzehneckiger Bau. Durch ein reich verziertes Portal aus der manuelinischen Epoche gelangt man in die alte Tempelkirche und die achteckige Charola, das eigentliche Sanktuarium der Templer. Sehr interessant ist der Klostergarten mit seltenen Pflanzen und der die Anlage umgebende Wald.

Klosterkirche - Santa Maria do Olival

Die Klosterkirche "Santa Maria do Olival" soll nach dem Vorbild der Kirche vom "Heiligen Grab in Jerusalem" angelegt worden sein. Wie an allen alten Bauten, wird auch in Tomar fleißig restauriert, keine leichte Aufgabe, wenn man bedenkt, an wie vielen Fresken der Zahn der Zeit nagt. Das Prachtstück des Klosters befindet sich an der Außenseite des Kapitelsaals: das berühmte Janela de Tomar (Fenster von Tomar) ist ein Musterbeispiel des manuelinischen Baustils. Dickes Takelwerk umrankt das Fenster, verschlungen, geknotet und mit Seetang bewachsen. Muscheln und Korallen sind kunstvoll in Stein gearbeitet.

Kirche São João Baptista

Diese Kirche befindet sich am Marktplatz (Praça da República) in Tomar. Die Kirche aus dem 15. Jahrhundert hat ein wunderbare manuelinische Vorderfront. Im Inneren hat man vor allem Stein und Wandkacheln verwendet. Die Azuleios, auch "Ponta de diamante" genannt stellen religiöse Malereien aus dem 16. Jahrhundert dar.

Tomar Aquädukt

Aquädukt Tomar
Aquädukt Tomar
Das Aquädukt von Tomar (Aqueduto dos Pegões), Nationaldenkmal seit 1910 ist zirka 6 Kilometer lang und befindet sich ausserhalb von Tomar. Es wurde von 1593 - 1614 errichtet, um die Christusritterburg mit Wasser zu versorgen. Die Bauanweisung kam vom König Filipe I, Baumeister war Filipe Terzio. Das Hauptaquädunkt spannt sich mit 58 Bögen über ein Tal, an der höchsten Stelle erricht der Bau 30 Meter und erstreckt sich bis zur Christusritterburg.

Synagoge Tomar

Synagoge Tomar
Synagoge Tomar
Der Ursprung der jüdischen Gemeinde in Tomar stammt aus dem 14. Jh. als sich hier "National-Bürger" (gente de nação) niederließen. Sie standen damals im Dienst der Tempelritter und nach dessen Auflösung im Dienst des Christusordens. Damals sollen in Tomar 150 bis 200 Juden gelebt haben. Heutzutage kann man die Synagoge besichtigen. Gottesdienste werden jedoch nicht abgehalten, da ein Gemeindegottesdienst die Anwesenheit von mindestens zehn, im religiösen Sinne, volljährigen männlichen Personen erfordert und im Moment nur zwei Juden in Tomar leben. Der Tempelbau wurde vom Infante D. Henrique (Heinrich der Seefahrer) angeordnet, denn dieser Infant legte großen Wert auf den Schutz der jüdischen Gemeinde, wohl wissend, wie wichtig sie nach den Prognomen in Spanien und der Flucht der Juden nach Portugal für die Ökonomie Portugals waren. Später jedoch wurden die Juden durch ein Dekret des Königs D. Manuel I. katholisch zwangsgetauft (Neue Christen), die Synagoge geschlossen und die Juden aus ihren Behausungen vertrieben. Im Jahre 1516 wurde die Synagoge als Stadtgefängnis genutzt. Später, im 16. und 17. Jahrhundert wurde der Tempel umgebaut und als katholische Kapelle genutzt (Ermida de São Bartolomeu). Im 19. Jahrhundert diente sie der Lagerung von Stroh und auch als Weinlager. 1923 wurde die ehemalige Synagoge von Dr. Samuel Schwarz, einem polnischen Juden erworben, wieder hergerichtet und 1939 der Stadt übergeben, mit der Auflage, ein jüdisch-hebräisches Museum einzurichten. Die Synagoge von Tomar ist der einzige erhaltenen jüdische Tempel aus der Frührenaissance in Portugal. Zu den Exponaten gehören Bücher und Gegenstände jüdischer Andachten, sowie jüdische Grabsteine aus Stein, die aus verschiedenen Orten Portugals zusammengetragen wurden. Einer dieser Steine erinnert an den Tod vom Rabbi Joseph im Jahre 1315. Ein anderer Stein, datiert mit 1308, wurde angefertigt, als die zweite Synagoge in Lissabon eingeweiht wurde.

Fest - Festa de Tabuleiros in Tomar

Volksfest Tomar
Foto: alte Postkarte
Das Fest - Festa de Tabuleiros - wird alle 4 Jahre im Juni und Juli zu Ehren vom "Heiligen Geist" und der Ernte-Göttin "Cera" in Tomar begangen. Der Ursprung des Festes, eines der ältesten kulturellen und religiösen Feste in Portugal, liegt im 14. Jahrhundert, initiert von der Königin Santa Isabel. Nur die Frauen sind es, die auf ihren Köpfen insgesamt 15 bis 20 kg schwere Aufbauten tragen. Diese Aufbauten und die Frauen selbst, die sie 5 Kilometer weit so elegant wie möglich schleppen, sind mit Brot und Kornähren geschmückt. Den oberen Abschluss bildet eine Taube, die das Sinnbild vom "Heiligen Geist" darstellen soll. Begonnen wird mit der Prozession: "Cortejo das Coroas", dann folgt der "Cortejo dos Rapazes" und "Cortejo do Mordomo", "Cortejo dos Tabuleiros" und zum Abschluss der Zeremonien der "Bodo" oder "Pêza". Am Ende der Festlichkeiten wird Brot unter die Menschen verteilt. Alle Straßen der Stadt sind mit farbenfrohen Papierblumen und anderen Verzierungen festlich geschmückt. Ganz Tomar ist in Feststimmung. Wer im Sommer in Tomar oder in der Nähe Ferien machen sollte, darf auf keinen Fall dieses wunderbare Fest verpassen !

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