Tomar, Portugal

Tomar

Portugal Portugal
Tomar

Tomar Stadt der Tempelritter Portugals



Tomar Tomar
Tomar Tomar
Region: Zentralportugal » Distrikt: Santarém » Kreis: Tomar
Tomar wird von den Portugiesen seit der Bildung des portugiesischen Königreiches vor fast 1000 Jahren als "Heilige" Stadt bezeichnet. Die über mehrere Jahrhunderte vom 12. bis 17. Jh. errichtete Burg, vereint mit dem Kloster "Convento da Ordem de Cristo", wurde von der UNESCO zum Weltkulturerbe ernannt. Tomar am Fluss Nabão befindet sich 100 km von Lissabon entfernt in einer lieblichen Landschaft in der Nähe einer Talsperre mit angrenzendem Erholungsgebiet, der "Barragem do Castelo de Bode". Wohin man schaut, erstrecken sich endlos Oliven und Feigen-Haine. Tomar und seine Umgebung ist auf jeden Fall einen Abstecher wert, hauptsächlich, um den "Convento da Ordem do Cristo" [Christuskloster], eine Ordensburg der Christusritter zu besichtigen. Der Orden war ursprünglich zum Schutz der Pilger, die ins Heilige Land zogen, gegründet worden. « Fotos Tomar » Tomar wird seit der Gründung des portugiesischen Königreiches vor fast 1000 Jahren als Heilige Stadt bezeichnet. Die über mehrere Jahrhunderte vom
Klostergarten Tomar
Klostergarten im Dezember
12. bis 17. Jh. errichtete Burg, vereint mit dem Kloster "Convento da Ordem de Cristo", wurde von der Unesco zum Weltkulturerbe ernannt. Begonnen wurde der imposante Bau von den Tempelrittern zum Schutz der Pilger im Heiligen Land und ging nach Auflösung des Tempelordens durch Papst Clemens V. an den vom portugiesische König Dinis gegründeten Christusorden über. Das Vorgehen gegen den Tempelorden war wohl der "skandalöseste Justizmord" den es je gab. Es entstand auf diese Weise ein national-portugiesischer Orden, der sämtliche Güter des Tempelordens übernahm. Die Karavellen der Kapitäne wie Vasco da Gama, Bartolomeu Dias und Pedro Álvares Cabal, die im Auftrag von Krone, Kreuz und Kapital in einem Jahrhundert drei Kontinente eroberten, segelten unter dem roten Kreuz der Christusritter. Der Convento da Ordem de Cristo wurde im manuelinischen Stil erbaut. Eine Besonderheit ist das Manuelinische Portal, 1515 von Joao Castilho geschaffen. Das berühmte Manuelinische Fenster befindet sich an der Kreuzritterkirche. Der Christuskonvent ist das größte Kloster Portugals. Sehr interessant ist der Klostergarten mit seltenen Pflanzen. Die Klosterkirche "Santa Maria do Olival" soll nach dem Vorbild der Kirche vom Heiligen Grab in Jerusalem angelegt worden sein. In Tomar wird zur Zeit fleißig restauriert - keine leichte Aufgabe, wenn man bedenkt, an wie vielen Fresken der Zahn der Zeit nagt. Das Prachtstück des Klosters befindet sich an der Außenseite des Kapitelsaals: das berühmte Janela de Tomar (Fenster von Tomar) ein Musterbeispiel des manuelinischen Baustils. Dickes Takelwerk umrankt das Fenster, verschlungen, geknotet und mit Seetang bewachsen, Muscheln und Korallen und anderes Meeresgetier sind kunstvoll in Stein gearbeitet. Der Kern vom Christuskonvent wird von einem gewaltigen sechzehneckigen Bau gebildet. Durch ein reich bearbeitetes Portal aus der manuelinischen Zeit gelangt man in die Tempelkirche und die achteckige Charola, das Sanktuarium der Templer. Alle Wände und Nischen in der Kirche sind mit Engeln und Heiligen bemalt.

Templerorden

Tempelritterburg "Convento do Cristo"
Tempelritterburg Convento do Cristo
Foto: (c) jasonpearce
Die Tempelritterburg "Convento do Cristo" von Tomar wird in Zukunft weltweit das kulturelle Zentrum des Templerordens sein. Im März 2013 versammelten sich Mitglieder aus aller Welt zum zweijährigem Kongress in Tomar und beratschlagten, wie das Museum und die Bibliothek in der Ritterburg untergebracht werden sollen. Dazu wird auch eine Online-Informationsdatenbank über den Orden geschaffen. Seit der Neugründung 2010 gibt es in Portugal 300 Mitglieder, die sich humanitären und kulturellen Angelegenheiten widmen. Mitglied kann man nur auf Einladung hin werden. Der Templerorden hat ständige Vetretungen in Genf, Wien und New York und ist von der UNO anerkannt. Der Ritterorden "Arme Ritterschaft Christi" wurde 1118 während des Ersten Kreuzzugs gegründet. Die Statuten des Ordens richteten sich nach den Regeln des "Benedikt von Nursia", der im 6. Jh. gelebt hatte. Die ersten Statuten in lateinischer Sprache stammen aus dem Jahre 1129. Das erste Mal wurden die Vorstellungen der adligen Ritter mit denen der Mönche auf einen Punkt gebracht, zwei Stände, die bis zum damaligen Zeitpunkt jeder für sich seine Ideale verfolgten. Die Mitglieder des Tempelordens waren nun erstmals Ritter und Mönche zugleich.
Tomar Kloster- Burg
Eine der Aufgaben war es, christliche Pilger bei ihren Fahrten ins Heilige Land vor Räubern zu schützen. Dazu nahmen sie an militärischen Aktionen, so der Belagerung von Damaskus teil. Wirtschaftlich und politisch bildete der Orden faktisch einen "Staat im Staate". Er war nicht nur von der Steuer befreit, sondern durfte selbst Steuern erheben und verlieh auch Geld gegen Zinsen. Letzteres war zwar nicht erlaubt, wurde aber stillschweigend hingenommen. Die Templer entwickelten eine eigene Art "Reiseschecks" und eine für damalige Zeiten fortschrittliche Buchführung. Dazu erhielten sie wertvolle Schenkungen an Landbesitz. Nach dem Vorbild vom Templerorden bildeten sich später andere Ordensgemeinschaften. Insbesondere zwischen dem Johanniter-Orden und den Templern stand in den späteren Jahren eine rege Konkurrenz um Macht und Einfluss im Heiligen Land auf der Tagesordnung. Der Tempelritterorden half seit seiner Gründung auf portugiesischem Territorium im Jahre 1126 (im Ort "Fonte Arcada" in Penafiel) dem ersten portugiesischen König Alfonso bei dem Kampf gegen die Mauren und der Erlangung der Unabhängigkeit von Spanien. In Tomar errichteten sie 1160 ihr Zentrum, nachdem der Großmeister "Gualdim Pais" dort das Kloster gegründet hatte. Die Karavellen der Entdeckerkapitäne wie Vasco da Gama, Bartolomeu Dias und Pedro Álvares Cabal, die im Auftrag von Krone, Kreuz und Kapital in einem Jahrhundert drei Kontinente eroberten, segelten Jahrhunderte später allesamt unter dem roten Kreuz der Christusritter.

"Non nobis Domine, non nobis, sed nomini tuo da gloriam"
"Nicht uns, o Herr, nicht uns, sondern Deinem Namen gib Ehre."
Psalm 115.1

Als militärische Eliteeinheit unterstand der Templerorden direkt dem Papst und wurde aus verschiedenen Gründen, hauptsächlich jedoch, um ihr umfangreiches Vermögen zu konfessieren nach einem Aufsehen erregenden Schau-Prozess im Jahre 1312 auf Druck des französischen Königs Philipp IV. von Papst Clemens V. am 22. März 1312 auf dem Konzil von Vienne aufgelöst. Ausschlaggebend war wohl auch, dass die Templer die zuvor erwünschte Mitgliedschaft von König Philipp IV. abgelehnt hatten. In vielen Ländern wurden daraufhin die Tempelritter verfolgt. Aber nicht in Portugal. 1319 gründete König Dionysius in Portugal den "Orden der Ritterschaft Jesu Christi" (Christusorden). Die Güter des Templerordens in Portugal wurden auf den neugeschaffenen Orden der "Ritter Christi" übertragen und es wurde festgelegt, dass die Ritter des "Ordens der Ritterschaft Jesu Christi" nach der Regel des "Ritterordens von Calatrava" zu leben hätten. Die Gründung des Nachfolgeordens war langfristig vorbereitet worden und erhielt die Anerkennung vom Papst. Viele der vor Philipp IV. geflohenen Templer fanden im neuen Orden Zuflucht. Portugal hatte sich nicht an der Verfolgung des Templerordens beteiligt, weil dies eigenen Interessen zuwiderlief. Stattdessen sicherte man seine Güter und damit die Erfahrungen und Treue zum König.

Tomar
Aquädukt Kloster
Tomar
Wasserrrad am Fluss Nabão
Tomar Portugal
Herbstimpression Kloster
Hotel in Tomar
Hotel dos Templarios hotel tomar
"Great location and nice hotel" - "Big hotel in small town" Das Hotel Templarios verfügt über folgende Annehmlichkeiten: Wellnesscenter, Außenpool, Innenpool, Sauna und Fitnessmöglichkeiten. Dieses Hotel in Tomar verfügt über ein eigenes Restaurant, das Mittagessen und Abendessen anbietet. (177 Zimmer) Lage: zentral und ruhig, inmitten eines zum Hotel gehörenden Parks und direkt am Fluss "Rio Nabão".
Largo Candido dos Reis 1 «« Tomar
http://www.hoteldostemplarios.pt
Gästehaus Tomar
Residencial Cavaleiros de Cristo
am Ufer des Flusses Nabão
http://www.cavaleirosdecristo.pt
Gästehaus Tomar
Residencial Uniao
30-40 Euro pro Nacht (2011) (2 Personen + Frühstück inbegriffen).
Es gibt 28 Zimmer, alle mit Bad ausgestattet.
Adresse: Rua Serpa Pinto 94-1 «« Tomar
Campingplatz Tomar
Camping Redondo
Wem das Hotel nicht zusagt, kann auch auf dem Campingplatz "Pelinos 77" in Tomar übernachten. Hinweis: Hunde sind auf diesem Campingplatz nicht gestattet. Es gibt ein Schwimmbad, eine Bar, Spielplatz etc. Wer will, kann an den nahe gelegenen Stausee Castelo de Bode fahren, dort gibt einen Zeltplatz und Bungalos.
Tel: (+351) 24 9301814
http://www.campingredondo.com
Restaurants in Tomar
- Restaurant "Bela Vista" « Marquês de Pombal 68 « Tomar
- Restaurant "Nabao" « Fonte do Choupo 3 « Tomar
- Restaurant "Tabuleiro" « Rua Serpa Pinto 140 « Tomar
- Restaurant "Chico Elias" « Principal 70 « Tomar

Typische Spezialitäten von Tomar
gebackener Stockfisch (Kabeljau), Stockfisch-Reis mit Pilzen, Maisbrot, Ziegenfleisch. "Beija-me Depressa" (bedeutet: "küss mich schnell") bestehend aus Zucker, Eiern, Butter und Mehl.

Rezept "Beija-me Depressa"
Einen Deziliter Wasser mit 200 gr. zum Kochen bringen. Lasse diese Masse abkühlen, füge 20 gr. Mehl dazu, welches vorher in ein wenig Wasser aufgelöst wurde. Schlage 12 Eiweiss mit dem Mixer, bis eine feste Messe entsteht und hebe sie vorsichtig unter den Teig aus Mehl und Zucker. Erhitze diese Masse noch einmal. Dann mische Butter unter, abkühlen und forme kleine Bällchen aus dem Teig.
Volksfest - Festa dos Tabuleiros
Festa de Tabuleiros Tomar
Das Fest "Festa de Tabuleiros" wird alle 4 Jahre (im Juni und Juli) zur Verehrung vom "Heiligen Geist" und der Ernte-Göttin "Cera" in Tomar begangen. Der Ursprung des Festes, eines der ältesten kulturellen und religiösen Feste in Portugal, liegt im 14. Jh. initiert von der Königin Santa Isabel. Nur die Frauen transportieren auf ihren Köpfen insgesamt 15 - 20 kg schwere Aufbauten, immer in gleicher Grösse, wie die Frauen selbst, die sie tragen geschmückt mit Brot und Kornähren bei einem 5 km langen Festumzug. Den Abschluss der Aufbauten bildet eine weisse Taube - Sinnbild vom "Heiligen Geist" Begonnen wird mit der Prozession: "Cortejo das Coroas", dann folgt der "Cortejo dos Rapazes" und "Cortejo do Mordomo", "Cortejo dos Tabuleiros" und zum Abschluss der Zeremonien der "Bodo oder Pêza". Bei Ende der Festlichkeiten wird Brot unter die Menschen verteilt. Jeder Strasse der Stadt ist mit Papierblumen und anderen Verzierungen festlich geschmückt. Ganz Tomar ist in Feststimmung.

Tomar Portugal
Tomar Portugal
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Wappen Christusritter
"Rosa- Cruz"

Wappen Christusritter


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